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Eine junge Frau sitzt in ihrem Wohnzimmer, hält ein Blatt Papier in der Hand und blickt besorgt aus dem Fenster.

Krebs ist ein Armutsrisiko

Inhaltsverzeichnis

 

Krebs erhöht das Armutsrisiko. Für viele kaum vorstellbar. Schließlich geht man davon aus, dass die Krankenkasse alle Kosten für eine Krebserkrankung übernimmt. Doch Studien belegen: Mehr als 1/3 der Krebspatienten rutschen in die Armut. Denn sie bekommen aufgrund der langen Erkrankung weniger Einkommen und müssen trotzdem steigende Kosten rund um die Krebstherapie stemmen.

 

 

Studien belegen: Krebs ist ein Armutsrisiko

Die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und medizinische Onkologie (DGHO e.V.) hat sich mit den Folgen einer Krebserkrankung auseinandergesetzt. Die Studie nennt drei Probleme, die junge Krebspatienten am meisten belasten:

  1. Fatigue
  2. Finanzielle Probleme
  3. Schlafstörungen

Auch die Fern-Hochschule Hamburg kam in ihrer Studie zu dem Schluss, dass finanzielle Sorgen eine erdrückende Belastung für die Betroffenen sind. Die Auswertungen der Daten von über 3.000 Betroffenen zeigten, dass sich die wirtschaftliche Situation von Krebserkrankten im Durchschnitt deutlich verschlechtert. Als Folge müssen sich die Erkrankten in vielen Lebensbereichen stark einschränken. Das betrifft nicht nur Freizeitaktivitäten. Auch für grundlegende Bedürfnisse, wie Ernährung, Bekleidung und finanzieller Absicherung reicht das Geld nicht mehr aus.

Warum macht Krebs arm?

Der Hauptgrund für die finanziellen Probleme besteht in der verringerten Leistungsfähigkeit der Betroffenen, die zu einem geringeren Einkommen führt. Hinzu kommen die Kosten für Zuzahlungen, ergänzende Therapien und der Erhaltung der Lebensqualität.

 

Krankengeld, Arbeitslosengeld, Hartz IV

Wer krankgeschrieben wird, bekommt Krankengeld für 18 Monate. Laut der deutschen Krebshilfe ist das für eine Krebserkrankung allerdings zu kurz, da der Krebs bei vielen in diesem Zeitraum noch nicht ausgeheilt ist.

Auch der Wiedereintritt in das Berufsleben ist dann oft erschwert bzw. nicht mehr möglich. Studienergebnisse zeigen, dass rund 1/3 der Betroffenen auch drei Jahre nach der Erstdiagnose keiner beruflichen Tätigkeit mehr nachgehen können. Und das, obwohl sie noch im erwerbstätigen Alter sind. Während etwa 15% Rente erhalten, beziehen 7% Arbeitslosengeld I. 11% der Krebserkrankten müssen Arbeitslosengeld II beantragen und leben damit am Existenzminimum.  Aber auch nach einer vollständigen Genesung können finanzielle Sorgen andauern. Denn wer nach einer Krebserkrankung wieder in die Arbeit einsteigen kann, verdient in der Regel weniger als zuvor.

 

Besonders gefährdete Zielgruppen sind junge Erwerbstätige, Auszubildende, Studierende und Selbstständige. Für junge Menschen wird zum Problem, dass das Krankengeld am Einkommen bemessen wird, das während des Berufseinstieges noch niedriger ausfällt.

Selbstständige sind gefährdet, da sie keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung, Krankengeld oder Arbeitslosengeld I haben. Sie können lediglich Hartz IV oder Sozialhilfe beantragen.

 

Kosten der Behandlung

Laut der deutschen Krebshilfe wird das Armutsrisiko zusätzlich durch die hohen Kosten der Behandlung befeuert. Denn nicht alle Therapien werden von der Krankenkasse getragen.

Alternative Methoden zur Krebsbekämpfung können beispielsweise vielversprechend sein, müssen aber meist selbst bezahlt werden. So kosten Immuntherapien 80.000 bis 100.000 EUR und Gentherapien bis zu 150.000 EUR.

 

Jedoch sind nicht nur diejenigen gefährdet, die alternative Heilmethoden nutzen. Auch kleine Kosten summieren sich auf und belasten den Geldbeutel teils enorm. Dazu zählen beispielsweise

  • Zuzahlungen für Krankenhausaufenthalt, Reha und Medikamente
  • Medikamente zur Immunstärkung wie Vitamine
  • Mistelpräparate zur Krebstherapie  (bis zu 100 EUR pro Monat)
  • Wund- und Heilcremes, Verbandsmaterial zur schonenden Heilung nach Operationen
  • Sportliche Aktivitäten gegen Muskelschwund
  • Sofortige psychologische Betreuung während der Wartezeit auf einen Therapeuten (in der Regel 6-9 Monate Wartezeit)
  • Fahrtkosten bzw. Taxirechnungen zum Krankenhaus und wieder zurück

 

Die Krankenkassen übernehmen zwar einen Teil der Leistungen, jedoch weder dauerhaft noch komplett. Betroffene wissen oftmals nicht genügend über unterstützende Leistungen, sind mit der Bürokratie überfordert oder körperlich nicht in der Lage, sich auch noch den finanziellen Sorgen zu stellen.

 

"Die Kostendeckung der Behandlung war eine große Herausforderung. Die Gesamtkosten beliefen sich auf eine halbe Millionen Euro. Über 100.000 € blieben von der Krankenversicherung schlussendlich unbezahlt. Wir konnten das nur mit einem Kredit abbezahlen.“ Leander Kress, Para-Ski-Sportler

 

Spätfolgen als Grund für finanzielle Belastungen

Nach einer erfolgreichen Krebstherapie kommen in vielen Fällen Kosten für die Behandlung von Spätfolgen hinzu. Laut dem Krebsinformationsdienst erleiden 50 % der Krebsüberlebenden seelische, körperliche oder auch soziale Spätfolgen durch die Krebstherapie – 20 % davon schwerwiegende. Diese können sich beispielsweise in Depressionen, Herz-, Lungen-, Nierenschäden, Störungen der Fruchtbarkeit, der Sexualität oder des Stoffwechsels äußern. Teils treten die Einschränkungen erst nach 5 bis 20 Jahren auf. Finanzielle Sorgen bleiben daher für viele Überlebende bittere Realität.

 

Zahlenbeispiel gemäß des Erfahrungsberichts von Leander Kress

Leander Kress erkrankte im Alter von 7 Jahren an Knochenmarkkrebs. Er musste einen Krankenhausaufenthalt von über 1,5 Jahren, zahlreiche Chemotherapien und die Amputation eines Beines über sich ergehen lassen. Für seine Eltern fiel nach der Behandlung eine Krankenhausrechnung von 600.000 € an. Nach Abzug der Krankenkassenleistung blieb den Eltern von Leander noch immer ein Eigenanteil von 80.000 €. Zusätzlich kamen noch Kosten für den behindertengerechten Umbau des Hauses, Prothesen und Medikamente zur Stärkung des Immunsystems hinzu.

 

 

Um diese Kosten zu stemmen, mussten die Eltern von Leander Kredite aufnehmen und das Haus belasten, das sie schlussendlich verkaufen mussten.

Schlussendlich waren meine Eltern gezwungen das Haus zu verkaufen. Hätte es damals schon eine Krebsversicherung gegeben, wäre finanziell einiges anders gelaufen und wir hätten das Haus behalten können.“

Wie kann ich vorsorgen?

Armut aufgrund einer Krebserkrankung ist für mehr als 30% der Betroffenen gelebte Realität. Viele schaffen den Wiedereintritt in ihre gewohnte berufliche Tätigkeit nicht mehr. Die staatlichen Unterstützungen und Leistungen durch die Krankenkassen tragen zwar zur Entlastung der Patienten bei, können aber oft nur unzureichend Hilfestellungen bieten. Daher sollte man sich möglichst früh Gedanken über eine finanzielle Vorsorge machen.

 

Mit der Krebsversicherung der NÜRNBERGER Versicherung erhalten Sie im Leistungsfall eine einmalige Auszahlung in Höhe von bis zu 100.000 €. Zudem werden Sie von Experten medizinisch und psychologisch beraten und während der Erkrankung begleitet.