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Leander Kress bei Leibesübungen in den Bergen

Was bedeutet es, krebskrank zu sein?

Leander Kress erzählt über seine Krankheit
 

Mein Name ist Leander, ich bin 21 Jahre alt und wohne bei Augsburg. Im Alter von sieben Jahren entdeckte man in meinem Oberschenkel einen Knochenkrebs, woraufhin mein Bein amputiert werden musste. Ein paar Jahre später begann ich zum Skifahren auf einem Bein und bin mittlerweile in der deutschen Nationalmannschaft. Vor zwei Monaten durfte ich mein Debüt bei den Paralympics in Peking feiern und bin meinem großen Traum von einer paralympischen Medaille ein Stück nähergekommen.

Der Krankenhausaufenthalt dauerte 1,5 Jahre

Als der Krebs im Jahr 2007 bei mir diagnostiziert wurde ging alles recht schnell. Ich wurde direkt ins Klinikum Augsburg überwiesen und dort in Empfang genommen. Nach ein paar restlichen Untersuchungen lag ich schon auf der onkologischen Kinderklinik. In den kommenden Tagen wurden meine Eltern ausführlich über meine Situation aufgeklärt und meine Chemotherapie wurde gestartet. Insgesamt war meine Krankenhauszeit 1,5 Jahre lang. Aufgrund der aggressiven Tumorart, die ich in meinem rechten Oberschenkel hatte, musste die Chemotherapie entsprechend hoch dosiert sein. Mir wurde einmal gesagt, dass ein erwachsener Mensch diese Dosis gar nicht überleben würde, da Kinder schneller regenerieren. Deshalb war ich immer eine Woche für die Therapie im Krankenhaus und eine Woche – sofern ich fit war und meine Werte in Ordnung – zuhause zum Regenerieren.

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Die Chemotherapie hätte ein Erwachsener nicht überlebt

Vor ein paar Jahren lernte mein Bruder zufällig in einer Bar den Mann kennen, der meine Chemotherapie im Labor mixte. Er kann sich noch gut an meinen Vornamen in Verbindung mit seiner wohl stärksten Mischung erinnern. Währenddessen dachte er sich, dass der vorgesehene Mensch das niemals überleben wird. Doch wegen der Aggressivität meiner Krebsart war das nötig.

Während dieser schweren Zeit versuchten meine Eltern immer für mich da zu sein. Meist kam dann mein 14-jähriger Bruder daheim etwas zu kurz. Meine Mutter arbeitet vormittags und mein Vater war selbstständig und konnte sich deshalb die Arbeit zeitlich legen, sodass ich eine nahtlose Betreuung im Krankenhaus haben konnte. Bis mittags war mein Vater bei mir und dann wechselte er sich mit meiner Mutter ab. Abends waren oft beide nochmal da, bis ich eingeschlafen bin. Die Strecke von unserem Zuhause bis ins Krankenhaus war etwa 20 Kilometer, die meine Eltern mehrmals am Tag zurücklegten. Aufgrund der Nähe war es Ihnen nicht – wie manch anderen Eltern – erlaubt im Krankenhaus zu übernachten.

Nur selten hatte ich Appetit

Während der Chemotherapie hat man ein dauerhaft anhaltendes Übelkeitsgefühl. Das konditionierte sich so sehr, dass ich mich übergeben musste, sobald das Mittel durch den Schlauch meinen Körper berührte. Deshalb war es eine Seltenheit, dass ich Appetit hatte. Doch wenn ich überraschend Lust auf Essen hatte, dann auf etwas bestimmtes, wie Pizza oder der selbstgemachte Reis von meinem Vater. Meine Eltern wollten immer keine Zeit verlieren und mir den Wunsch erfüllen, damit ich wenigstens etwas zu mir nehme. Doch meist war dieser Heißhunger schon wieder vorbei, wenn das Essen im Krankenhaus ankam.

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