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Nadja Will

Elegant verteuert so ein Tumor

 

 

In all meinen Lebensvisionen kam mir nie die Idee darüber nachzudenken- was heißt es eigentlich, wenn ich Mama von zwei Kindern bin und mein Einkommen sich sozusagen halbiert?! Und was, wenn das Leben plötzlich eigene Vorstellungen hat und alle Pläne durcheinanderwirft?

Mit der Diagnose Krebs rechnet schließlich keiner in jungen Jahren. Und was das alles mit sich bringt: damit erst recht nicht.

-> Teilzeit Mama

Als zweifache Mama war es für mich eine Selbstverständlichkeit in Teilzeit zu arbeiten- oder zu leben. Folglich reduzierte ich mich in meiner beruflichen Karriere.

Natürlich habe ich gerne den Part der Familienmanagerin übernommen: Teilzeit mit Schichtzulage von Montag bis Sonntag im Einsatz als Krankenschwester. Vollzeit ohne Schichtzulage im Einsatz als Mama: Bleibt ein Teilzeitgehalt mit ca. 1800 Euro brutto im Monat an der klinischen Front.

Soweit war alles gut geplant. Doch dann hieß es plötzlich:

Freitag der 13. Oktober: guten Morgen heiles Leben- Diagnose KREBS.

-> Ausgaben, Ausgaben, Ausgaben

Aus Teilzeit wird Vollzeit Krankengeld ohne Schichtzulage, sondern mit Kampfansage:

Für das Leben, gegen den Krebs: Bleiben- und zwar im Leben.

Krankengeld: von meinem Teilzeit-Gehalt ca. 65% (ohne Schichtzulage versteht sich!)

Allein die Diagnose Krebs, die mit einer Arbeitsunfähigkeit einhergeht, ließ mein Teilzeitgehalt inklusive der Schichtzulagen massiv einschrumpfen.

Mir blieben ca. 700 Euro. Was war hier los? Wir waren finanziell gut gestellt. Das war unser Glück.

Aber seit der Diagnose Krebs hieß das für uns: Ausgaben, Ausgaben, Ausgaben, mit weniger monatlichem Einkommen.

Für jede Chemo zahlte ich 10 Euro dazu – jedes Quartal gab es eine Rechnung. Oben drauf kamen Rezeptgebühren für notwendige Arzneimitteln, die ich wegen der Nebenwirkungen brauchte.

Um einen maximalen Therapieerfolg zu erlangen, die Therapien erträglich zu machen, brauchst du weitaus mehr als nur die Chemotherapie. Maximaler Therapieerfolg, das bedeutet, in weitere komplementäre Maßnahmen und Therapien zu investieren, die natürlich nicht kostenfrei sind.
So lagen hier die Kosten in dem Jahr meiner Therapie bei über 1000 Euro in der Apothekenaufstellung.

-> Tumor versenkt- Geld verschenkt?

Ganz sicher nicht verschenkt, denn mein Leben war Tumorreduziert. Yes! 
Koste es was es wolle- ich will doch leben. Es ist natürlich überhaupt keine Frage:

Wenn es um Krebs geht, zahlst und verzichtest du gerne- 
weil du denkst es muss so sein, um weiterzuleben.

Nach meiner systematischen Therapie namens Chemo erwartete mich die so langersehnte OP. Nach 16 dosisdicht gesetzten Chemo´s und einem halben Jahr „Leben zu einem erkrankten Preis“- folgten weitere Monate zum reduzierten Leben.

Genau, das Tumorbett operativ entfernen zu lassen kostete mich Krankenhaustagegeld für 10 EUR am Tag- Vollpension. Recht überschaubar bei einer Woche.

Unabhängig von den Narben, den Polyneuropathien und dem anderen Spiegelbild- legte ich für Wundversorgung, Nachbehandlung und weitere Versorgung wie Kompressions-BH noch einen Anteil drauf. 

Die fortlaufenden Kosten unserer Haushaltshilfe liefen stets weiter.

Ärztlich wurden mir 4h / täglich verordnet (Montag – Freitag), die ich über die Krankenkasse genehmigt bekommen habe.

Mit 10 Euro täglicher Selbstbeteiligung waren wir nach 5 Monaten bereits bei einer Summe von round about 1000 EUR. Nur mal so nebenbei ...

Also zusammengefasst, gibt es einige Kosten die de facto zu kalkulieren sind. 
Ohne Chemo, kein Therapieerfolg- ohne Haare, Glatze tragen- ohne Medikamente, kein maximaler Therapiererfolg- ohne Verordnungen weniger Möglichkeiten, gestützt durch die Therapie zu kommen. Ohne Anschluss-Heil-Behandlung (AHB) kein zurück ins Leben: 4 Wochen kosteten knapp 300 Euro Eigenanteil.

Danke Mr. Cancer, als wenn dein Auftritt allein nicht ausreichend ist!

-> Oben ohne- oh wie wunderbar

Fangen wir oben an:  für deinen Zweithaarersatz bekommt man eine Perücke ärztlich verordnet. An dieser Stelle war es ein Vorteil Frau zu sein, denn Männer haben auf solche Verordnungen gar keinen gesetzlichen Anspruch bei der Krankenkasse.

400 Euro gab es dazu. Damals habe ich mich für ein perfektes Kunsthaar entschieden. Warum? Echthaarersatz wäre mindestens dreimal so teuer gewesen. Meine Perspektive dazu: eine Übergangslösung- keine Dauerlösung- ein Grund mehr KEIN Echthaar zu erwerben.

Kunsthaar bedeutet aber auch, es empfiehlt sich davon 2 Modelle zu besitzen, da sie eine sehr empfindliche Struktur haben. Eine Struktur, die schnell kaputt geht.  Zu meinen Vorlieben gehörte nicht gerade das Tragen von Mützen, von Frisuren oder auch Tätigkeiten, bei denen Wasserdampf entsteht, wie z.B. Nudeln abgießen. Denn damit hätte ich die Perücke beschädigt.

Daher braucht man eine Perücke für den Alltag, die etwas mehr in Mitleidenschaft gezogen werden darf, und eine man braucht eine Perücke für „Schick“.

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  • Krebsbetreuung (medizinisch und psychologisch)
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Kostenpunkt für eine Perücke: 750 Euro- für beide 1500 Euro. 
Shampoo inklusive, wenigstens das.

Beanies, Mützen und noch ein Haarkranz: die Lady möchte doch schick und warm umsorgt sein! Die Kosten beliefen sich auf ca. 500 Euro zusätzlich.

Haarersatz kostet- im schlimmsten Falle tatsächlich auch deine Körpertemperatur. Glatze tragen lässt dich frieren.  Im Winter bin ich zeitweise mit einer Perücke und 2 Mützen an die frische Luft gegangen.

Lebensqualität zum Einkaufspreis?

Ganz sicher nicht. Um für mich das bestmögliche Therapieergebnis zu erlangen,  habe ich so meinen ganz eigenen Weg gefunden. Ich habe mit Kinesiologie angefangen. Monatlicher Kostenpunkt ca. 240 Euro.

Nach meiner OP ging es zusätzlich 1- bis 2mal wöchentlich zur Lymphdrainage.

10 Einheiten verlangen eine Zuzahlung von ca. 60 Euro. Unverzichtbar bis heute.

Zur ergänzenden Therapie gibt es aus der Komplementärmedizin das Equinovo-Präparat. Das ist ein Enzymgemisch, das laut medizinischen Studien das Rückfallrisiko für die Krebserkrankung senkt und die Lebensqualität. Das Präparat ist inzwischen in den S3-Leitlinien verankert, die als Entscheidungshilfen zur Behandlung für Ärzte und Patienten dienen.
Unglaublich wertvoll. Es hat mir ganz viel Lebensqualität geschenkt. 
Ich nehme es bis heute immer wieder, als eine Art Kur. Ein attraktiver Preis, der gerechtfertigt ist: täglich 2 Tabletten. In Summe: 150 Stück kosten 110 Euro.

Jetzt fragen sich einige natürlich- wieso denn heute noch?! 
Weil ich mich nach meiner neo-adjuvanten heute in der adjuvanten Therapie befinde. Das bedeutet, dass ich noch immer Behandlungsmaßnahmen in Anspruch nehme, um das Rückfallrisiko zu senken.

Meine Lebensversicherung dabei ist die Hormontherapie. 
Täglich nehme ich eine Tablette- und monatlich bekomme ich ein Depot gespritzt. Auch hier sind die Rezeptgebühren für mich durchlaufende Kosten. 

Kosten in einem Jahr durch die Krebserkrankung

Einkommensverlust 13.200 EUR (1.100 EUR monatl.)
Ausgaben in Euro:

Summe Therapiekosten 11.500 EUR

Kosten der Krebserkrankung bei Nadja Will im ersten Jahr

Summe Verlust 24.700 EUR


 

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-> Zeit ist unbezahlbar

Eins lässt sich als Abschlusswort noch erwähnen. 
Dein Leben ist mit einem Branding namens Krebs markiert. Es kostet dich an Gesundheit, Ängsten und finanziellen Mitteln.

Manchmal fühlte ich mich auch vorgeführt, immer wieder eine Art Entschuldigung formulieren zu müssen.
Hilfe o.ä. anfragen ist ein bürokratischer Aufwand. 
Wie oft saß ich in einer Wartezone oder Warteschleife. Warten beim Arzt, warten im Krankenhaus und warten auf die Bewilligungen von der Krankenkasse für die Therapien.

Ein wesentlicher Kostenfaktor kommt also hinzu: Zeit.

Die Diagnostik, die Therapien, die Versorgung brauchen Zeit- wie auch das Durchforsten von bürokratischen Wegen. 
Es ist alles Zeitverlust in einer Zeit, wo jeder Aufwand und Widerstand Lebensenergie raubt. An Krebs zu erkranken, kostet nicht nur Geld- sondern auch wertvolle Zeit

Ich selbst war es doch auch leid… keine Zeit mehr zum Leben zu haben.

Mein größtes Geschenk wäre gewesen: Lebenszeit zu bekommen! Zeit, Zeit ist so besonders - und die gibt es kaum, wenn man krank ist- es ist weniger Leben, sondern krank sein.