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Leander Kress

Diagnose Krebs

Mein Kampf zurück ins Leben

 

Autor: Leander Kress

Als ich 6 Jahre alt war wurde ich wie jedes andere Kind eingeschult. Ich habe neue Freunde kennenglernt, viele kannte ich aber auch schon vom Kindergarten. Alle meine Freunde haben sich zu der Zeit im Fußballverein angemeldet und zusammen gekickt. Ich wollte dazugehören und auch unbedingt in den Verein. Meine Eltern meinten, ich soll mich erst in der Schule einleben und dann darf ich mich anmelden.

Etwa drei Wochen nach dem ersten Schultag fiel meiner Mutter abends auf, dass mein rechtes Bein deutlich dicker ist als das andere. Deshalb fuhren wir am nächsten Tag direkt zum Kinderarzt. Dieser fand die Schwellung sehr auffällig, konnte aber keine Diagnose stellen und schickte mich ins Krankenhaus zum Röntgen. Es war schnell klar, dass es sich um eine Krebserkrankung handeln musste, und ich wurde auf die Kinderkrebsstation verwiesen. Mein Traum vom Fußballtraining war wohl erstmal aufgehoben.

1,5 Jahre Krankenhaus und 14 Chemotherapien

Es folgten eineinhalb Jahre Krankenhausaufenthalt mit 14 Chemotherapien. Nach weiteren Untersuchungen konnte festgestellt werden, dass es sich um einen Ewing-Sarkom handelte. Ein Bindegewebekrebs, der sich ausbreitete und meinen Oberschenkelknochen ebenfalls befiel. Deshalb konnte dieses Knochenstück nicht erhalten bleiben.

Es gab mehrere Möglichkeiten zur weiteren Behandlung:

Zum einen konnte man das Bein erhalten und lediglich ein Titanteil als Ersatz für den befallenen Knochen einsetzen. Rein optisch wäre das die beste Variante. Doch der große Nachteil dieser Methode war, dass ich mich noch im Wachstum und auch vor der Pubertät befand. Mein Bein hätte daher alle paar Monate operiert werden müssen, in der Pubertät dann sogar Wochen, damit es stets der richtigen Länge entspricht.

Zum anderen konnte man eine sogenannte „Umkehrplastik nach Borgreve“ machen. Das bedeutet, dass der Oberschenkel knapp unter der Hüfte amputiert wird. Der gesunde Unterschenkel des „Krebs-Bein“ wird unterhalb des Knies vom Bein getrennt und unterhalb der Hüfte angebracht. Dabei wird der Unterschenkel um 180 Grad gedreht, sodass die Wade nach vorne (Bauchseite) und das Schienbein nach hinten zeigt (Rückenseite). Das Ganze klingt sehr verrückt. Es hat jedoch den Vorteil, dass das Sprunggelenk auf der exakt gleichen Höhe wie das Kniegelenk sitzt. Die Ferse kann das Knie sozusagen ersetzen. Eine spätere Prothesenversorgung wird sehr vereinfacht, weil kein künstliches Kniegelenk benötigt wird.

Eine schwere Entscheidung

Meine Eltern waren erst entsetzt von diesem Vorschlag der Ärzte, da eine Umkehrplastik einen Menschen optisch sehr entstellt. Nach langen Gesprächen und vielen Informationen der verschiedensten Ärzte, entschieden sich meine Eltern doch für eine Umkehrplastik. Im Gegensatz zum Knochenersatz aus Titan, benötigt diese Möglichkeit nur eine einzige, jedoch sehr aufwändige und schwere Operation. Mein Bein wächst weiterhin mit und kann schon nach ein paar Wochen belastet werden.

Nach der 6. Chemotherapie war es dann so weit. Ich kam zu einem Spezialisten in ein anderes Krankenhaus und er operierte mich am Gründonnerstag 2008. Sieben Stunden lang dauerte der Eingriff. Im Aufwachraum war ich noch etwas benebelt von den Schmerzmedikamenten, aber meine Eltern durften mich besuchen. Mein operiertes Bein war mit viel Watte umhüllt. Lediglich die Zehen konnte man unten sehen. Mein Vater fragte mich, ob ich mit den Zehen wackeln könne. Das ging problemlos. Aus voller Freude, dass alles scheinbar gut über die Bühne lief, flossen meinem Vater ein paar Tränen aus den Augen.

Eine Woche später durfte ich nachhause. Doch es standen noch acht Chemotherapien an, um wirklich alle Krebszellen zu vernichten.

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